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Question 1 to 10Häufige Fragen (FAQ) zu EPC und RFID
An dieser Stelle haben wir einige der häufigsten Fragen zu RFID und EPC für Sie zusammengestellt.
Die Radiofrequenztechnologie für Identifikationszwecke (RFID) ermöglich die Identifikation von Artikeln, die mit einem Transponder ausgestattet sind, ohne dass hierfür eine Sichtverbindung benötigt wird. Sie beinhaltet einen Transponder, ein Lesegerät und ein Computersystem. Ein Objekt wird mit einem Transponder versehen, der einen winzigen Mikrochip und eine Antenne enthält. Die meisten Transponder, deren Daten üblicherweise in Form einer eindeutigen Seriennummer codiert sind, benötigen keine externe Stromquelle. Diese Transponder werden als „passiv“ bezeichnet. Wenn entsprechende Lesegeräte in der Nähe von mit einem derartigen Transponder versehenen Objekten platziert werden, wird ein schwaches elektrisches Signal an den Transponder gesendet. Der Transponder erwacht gleichsam zum Leben und überträgt als Antwort seine eindeutige Identifikationsnummer an das Lesegerät. Das Lesegerät leitet diese dann wiederum an ein Computersystem weiter.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Transponder und Lesegeräte miteinander kommunizieren können. Um miteinander „sprechen“ zu können, müssen Transponder und Lesegeräte denselben Standards entsprechen, von denen es zahlreiche gibt. Nicht jedes Lesergerät kann mit jedem Transpondertyp kommunizieren.
Die Größe der Transponder kann variieren und hängt im Wesentlichen von der Art der Antenne ab. Sie können sehr klein sein und in ein Produkt eingebaut oder mit einem Etikett am Produkt befestigt werden. Andere Transponder sind etwa handflächengroß und werden an Warencontainern oder –paletten befestigt. Auf einigen von ihnen befinden sich zahlreiche Daten, auf anderen lediglich eine eindeutige Identifikationsnummer.
Der elektronische Produkt-Code (EPC) ist ein Satz von Identifikationscodes oder Nummerierungsstandards. Anders als die Strichcodes, die üblicherweise zur Unterscheidung einer Dose Suppe von einer Schachtel Schokoladenplätzchen verwendet werden, kann mit dem EPC eine bestimmte Suppendose oder Keksschachtel anhand ihrer eindeutigen Identifikationsnummer erkannt werden. Der EPC enthält keine persönlichen Daten. Experten sind der Ansicht, dass in wenigen Jahren der EPC – zusammen mit RFID – so geläufig sein wird wie der Strichcode heute. Er wird in der Tat häufig als „Strichcode der nächsten Generation“ bezeichnet.
Nein, die Unternehmen entwickeln und nutzen verschiedene RFID-Technologien. Einige RFID-Anwendungen stützen sich auf aktive, batteriegespeiste Transponder, die eigene Signale aussenden. Bei anderen Anwendungen werden passive Transponder eingesetzt. Diese werden über ein stationäres oder ein mobiles Lesegerät aktiviert und benötigen deshalb keine eigene Stromversorgung. Im Allgemeinen werden bei RFID unabhängig von der Art der verwendeten Hardware Radiofrequenzsignale zur Kommunikation mit den Transponder und ihrer Identifikation eingesetzt. Die verwendete Frequenz wirkt sich auf Leseentfernung und –geschwindigkeit aus. Der Near‐Field Communications (NFC)-Standard basiert beispielsweise ebenfalls auf RFID. Mit dieser Technologie können Sie über ihr Mobiltelefon Straßenbahntickets kaufen. Die verwendete Frequenz und die Art, in der das Lesegerät des Mobiltelefons mit dem NFC-Transponder kommuniziert, sind spezifisch. NFC-Lesegeräte können ausschließlich mit NFC-Transpondern kommunizieren.
Der EPC wird für zahlreiche RFID-Anwendungen verwendet, u. a. in den Bereichen Einzelhandel, Logistik und Pharmazie. Die Unternehmen statten häufig Container und Paletten mit Transpondern aus, um die Produkte vom Hersteller über das Lager bis zum Einzelhandelsgeschäft zu verfolgen. Für andere häufige RFID-Anwendungen, wie z. B. Gebäudeeinlasskarten oder elektronische Pässe, wird hingegen RFID, jedoch normalerweise nicht der EPC verwendet. Der Entwickler einer RFID-Anwendung entscheidet, ob der EPC verwendet wird oder nicht. Da sich der EPC bereits als Industriestandard etabliert hat, wird er von zahlreichen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen genutzt, um die Effektivität ihrer Versorgungsketten zu steigern.
Die Chips können alle möglichen Arten von Daten beinhalten, je nachdem zu welchem Zweck die Transponder eingesetzt werden. Der EPC enthält keine persönlichen Daten. Genau wie die Strichcodes heute kann der EPC mit einer sicheren Datenbank verbunden werden, in der zusätzliche Daten gespeichert sind. Der aktuelle Strichcode enthält im Grunde den Namen des Herstellers und die Art des Produkts. Der EPC enthält außer diesen noch weitere Informationen: die Seriennummer und eine Kennzahl, die anzeigen, ob es sich bei dem mit einem Transponder versehenen Objekt um einen einzelnen oder mehrere Artikel handelt. Bei einer Verbindung mit Datenbanken kann er zusätzliche spezifische Produktinformationen, wie z. B. Herstellungs- und Verfallsdatum, Farbe oder Geschmack eines bestimmten Produkts, liefern. Auf diese Weise können Artikel eindeutig identifiziert werden.
Artikel, die mit Chips versehen sind, auf denen der EPC gespeichert ist, sind mit dem EPC-Symbol gekennzeichnet. Üblichweise befindet sich das Symbol auf der Verpackung oder ist in ein Produktetikett eingearbeitet. Das Logo besagt, dass sich der Hersteller des Produkts freiwillig bereiterklärt hat, auf die Verwendung von RFID hinzuweisen. Darüber hinaus bedeutet das EPC-Symbol, dass der Einzelhändler sich bereiterklärt hat, freiwillige Richtlinien für den Schutz von Verbraucherdaten einzuhalten. Nach diesen Richtlinien sollten die Verbraucher …
- EPC-Technologie hingewiesen werden.
- zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen können, den EPC-Transponder nach dem Kauf zu entfernen oder wegzuwerfen.
- über die EPC-Technologie und ihre Verwendungsmöglichkeiten aufgeklärt werden
Über Verwendungen der RFID-Technologie ohne EPC können die Kunden durch Schilder in den Geschäften oder Hinweise auf Produktetiketten, in Verträgen oder in Benutzervereinbarungen informiert werden.
Dieses Szenario ist höchst unwahrscheinlich. Sie müssen über ein EPC-kompatibles Lesegerät verfügen, sich in der Nähe des mit einem Transponder versehenen Produkts befinden und persönlichen Zugang zu einer gesicherten Datenbank haben, um alle Daten in Bezug auf das identifizierte Produkt. abrufen und deuten zu können.
EPC-Transponder enthalten weder persönlichen Daten noch werden solche Daten in irgendeiner Weise verglichen oder gespeichert. Der EPC-Transponder verfügt über keine eigene Stromquelle und kann seine eindeutige Nummer nur dann übertragen, wenn er ist weniger als ca. 3 Meter (10 Fuß) von einem entsprechenden Lesegerät entfernt ist. Die Leistung (oder Stärke) eines Lesegeräts unterliegt strengen Gesetzlichen Bestimmungen. Die tatsächliche Entfernung, in der die Daten des EPC-Transponders gelesen werden können, kann in der Tat geringer ausfallen, weil das Lesegerätsignal durch Hindernisse wie Möbel oder Einkaufstüten oder auch durch andere Beeinträchtigungen, beispielsweise durch Metallgegenstände, geschwächt wird.
Analog zu den bislang verwendeten Strichcodes können persönliche Daten mit dem EPC in Verbindung gebracht werden. Wenn Sie die Kundenkarte Ihres Geschäfts verwenden, um sich Ermäßigungen zu sichern oder Punkte zu sammeln, kann das Geschäft die EPCs der von Ihnen gekauften Artikel Ihrem Konto zuordnen, um Ihnen geeignete Angebotsinformationen zukommen zu lassen. Davon abgesehen muss der Einzelhändler heutzutage, von EPC-Transpondern und Strichcodes mal ganz abgesehen, bei allen bargeldlosen Transaktionen – wenn auch nur vorübergehend – die dafür benötigten Daten erfassen. Jedoch gibt es Gesetze über die Verwendung dieser Daten. Sie dürfen beispielsweise nicht ohne Ihre Zustimmung und ohne Beachtung aller relevanten Schutzklauseln an andere Unternehmen weitergegeben werden. Die Möglichkeit des anonyme Einkaufens, z. B. mit Bargeld, steht dem Käufer nach wie vor offen; sie wird durch die Verwendung des EPC in keinster Weise beeinträchtigt.
In den meisten Fällen finden Sie auf dem von Ihnen gekauften Produkt das EPCglobal-Symbol, wenn der Hersteller RFID auf EPC-Basis verwendet. Der EPC-Transponder ist üblicherweise an der Verpackung befestigt, die Sie beim Auspacken des Artikels entfernen, oder er befindet sich am Etikett. In manchen Fällen wird der EPC-Transponder auch vom Verkäufer an der Kasse entfernt oder deaktiviert, genau wie Diebstahlsicherungen von DVDs oder Kleidungsstücken. In jedem Fall werden Sie über alle Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert.
EPCglobal fordert, dass die Verbraucher über die verfügbaren Alternativen in Bezug auf die Entfernung oder Entsorgung der Transponder informiert werden müssen. Im Zuge der Weiterentwicklung dieser Technologie können Sie möglicherweise in Zukunft die EPC-Transponder selbst deaktivieren oder auch an der Ware belassen, um eine eventuell erforderliche Rückgabe zu erleichtern.
RFID ist eine Drahtlostechnologie, die auf einem Netzwerk aus stationären und mobilen Lesegeräten und Transpondern basiert, in dem Daten durch Radiofrequenz-(RF)-Signale übermittelt werden. Während die RFID-Technologie erst seit relativ kurzer Zeit in größerem Maßstab eingesetzt wird, sind andere radiofrequenzbasierte Drahtlostechnologien bereits weitverbreitet: Fernsehen, UKW-Radio, Mobiltelefone … Was die Bedenken zu möglichen negativen Auswirkungen von Radiofrequenzen auf die Gesundheit angeht, so wurden in letzter Zeit zahlreiche umfangreiche Studien über die Wirkungen von Radiofrequenzen durchgeführt. Bislang haben die Ergebnisse dieser Studien keinen einheitlichen oder überzeugenden Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen der Einwirkung von Radiofrequenzen (innerhalb der Sicherheitsgrenzwerte) und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit erbracht. Wissenschaftler und Aufsichtsbehörden setzen jedoch ihre Forschungsprogramme fort und stellen ihre Ergebnisse immer wieder auf den Prüfstand.
Die Belastung durch Radiofrequenzen ist gesetzlich geregelt. In nationalen und internationalen Bestimmungen wurden Grenzwerte für den Betrieb von Radiofrequenzgeräten am Arbeitsplatz, in öffentlichen Bereichen und in Wohngebieten festgelegt.
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