Christophe Chantepy, RFTLab
"Es benötigt eine große Bandbreite an Fachkenntnissen, um RFID Technologien und Dienstleistungen zu schaffen und zu managen. Es gibt viele Möglichkeiten für Jobs."
Wie ist Ihr Unternehmen mit der RFID Technologie verbunden?
RFTLab ist eine technologische Test- und Konzeptionsplattform, die sich vollständig auf RFID und seine Anwendungen fokussiert. Es ist Teil des ESISAR Technologieprogramms auf dem Technologieinstitut in Grenoble (Frankreich). Wir führen Schulungen, Probeinstallationen und Versuchsanordnungen für an RFID Anwendungen interessierte Unternehmen durch, genauso wie für RFID Technologiehersteller. Aus dem Ergebnis helfen wir Unternehmen zu entscheiden, welche RFID Geräte und Anwendungen für welches Einsatzgebiet, passend zu den jeweiligen Bedürfnissen, zum Einsatz kommen.
Welche Vorteile, glauben Sie, kann RFID den Konsumenten bringen?
RFID hat enormes Potential für Konsumenten. Durch einen einfachen Zugriff auf Informationen, wie beispielsweise, wo sie sich befinden und was sich dort befindet, hilft RFID Personen ihre Umgebung besser zu verstehen und - unter der Prämisse, daß die Anwender die Kontrolle über die angeforderten Informationen haben - ermöglicht das eine Art von Freiheit.
Einige Leute machen sich Sorgen bzgl. Datensicherheit und Datenschutz. Glauben Sie, daß das gerechtfertigt ist?
Der RFID Sektor muß sich vor diesen Bedenken nicht verstecken. Ja, RFID ermöglicht es, daß Personen identifiziert werden können - aber das kann auch durch Kreditkarten oder Mobiltelephone geschehen. Ähnlich allen anderen Technologien muß RFID vorsichtig und in intelligenter Weise eingesetzt werden.
Wie sieht Ihre Vision für RFID in Zukunft aus?
Heutzutage wird RFID hauptsächlich für Anwendungen zur Rückverfolgung eingesetzt, aber das entwickelt sich und RFID breitet sich in mehr und mehr Sektoren aus. RFID kann für so viele Geschäftsanwendungen eingesetzt werden, wie Sicherheit, Zutrittskontrolle oder die Überwachung der Kühlkette, um nur einige zu nennen. Wir sind weit davon entfernt, alle möglichen Anwendungen für RFID erschlossen zu haben. Wurde einmal die kritische Masse von RFID-getriebenen Anwendungen zur Rückverfolgbarkeit umgesetzt, ist die Verfügbarkeit von RFID in allen anderen Bereichen unzählig.
Das klingt als wäre es ein wachsender Industriesektor - sollten sich junge Leute heute überlegen, eine Karriere im Bereich von RFID zu machen?
Absolut. Es benötigt vielfältige Kenntnisse, RFID Technologien, Ausrüstung, Anwendungen und Dienstleistungen zu erarbeiten und zu managen. Es wird viele Jobmöglichkeiten geben, sowohl im Bereich der Radiofrequenz als auch für darin eingebettete und angeschlossene Elektroniksysteme zur Entwicklung und Herstellung von RFID Systemen, aber auch zur Gestaltung der Software und der Netzwerkintelligenz, die notwendig ist, um Daten, erzeugt von RFID-getaggten Objekten, zu finden, zu lesen und zu handhaben.
RFTLab ist eine technologische Test- und Konzeptionsplattform für Radiofrequenzidentifikation (RFID), für Radiofrequenztechnik (RF) und elektromagnetische Kompatibilität (electromagnetic compatibility - EMC). Es ist Teil des Grenoble-INP Esisar (l'Ecole Nationale Supérieure des Systèmes Avancés et Réseaux) Technologieprogramms auf dem Technologieinstitut in Grenoble (Frankreich). Ziel des RFTLab ist es, Kompetenzen und Ausrüstungen für RFID, RF und EMC zu entwickeln, Unterstützung für seine Partner und Unternehmen zur Verfügung zu stellen, sei es zur Ausbildung von Esisar Studentinnen/-en, für Forschungsaktivitäten bei LCIS, dem Labor von Esisar und anderen Schulen und Labors und für das französische nationale RFID Center. Siehe www.rftlab.com für mehr Informationen.
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