
Perspektiven
RFID-Transponder für Artikel des täglichen Bedarfs
Nehmen wir das Beispiel einer berufstätigen Mutter. Sie hat alle Hände voll zu tun. Sie muss für ihre Kinder sorgen, Einkäufe erledigen und hat auch noch jede Menge Termine. Da wäre es schon eine große Erleichterung, wenn sie ihre Einkäufe ohne Einkaufszettel erledigen könnte. Und das ist nicht nur reine Fantasie: Fortschritte bei der RFID- und bei weiteren Technologien könnten diese Vision bald zur Realität werden lassen. So könnten Daten täglicher Gebrauchsgegenstände automatisch aufeinander abgestimmt werden. Sie könnten bereits von Ihrem Büro aus den Inhalt Ihres Kühlschranks zu Hause überprüfen und dann entscheiden, ob Sie zum Essen direkt nach Hause fahren oder erst einkaufen müssen.
Viele Unternehmen erproben derzeit den Einsatz von RFID-Anwendungen zur Optimierung interner Produktions-, Logistik- und Lagerhaltungsprozesse. Sobald die Preise für RFID-Transponder weiter gesunken sind und die Technologie weitreichende Verbreitung gefunden hat, werden Unternehmen gemeinsam die Wege der Produkte bis ins Regal nachverfolgen, um ihren Kunden immer eine optimale Qualität bieten zu können.
Produkterkennung
Ein Automobilhersteller möchte genau erfahren, wann und wo der bestellte Autositz hergestellt wurde. Mit RFID könnte er die entsprechenden Sicherheitsdaten mithilfe eines unter dem Sitz angebrachten Chips über eine Datenbank abrufen.
Aber wie funktionieren der Zugriff und die Übertragung von Produktdaten? Grundlage hierfür ist der EPC (Elektronischer Produkt-Code). Es handelt sich dabei um eine eindeutige Ziffernfolge im Standardformat, die sozusagen als Strichcode in der RFID-Technologie fungiert. In Kombination mit einem RFID-Lesegerät und EPCIS, einer Datenbank der mit Transpondern versehenen Produkte und Komponenten, können Ladeninhaber, Unternehmen und Produzenten effizienter zusammenarbeiten. Sie können ihre Produkte nicht nur identifizieren, sondern auch deren Weg vom Hersteller bis in die Verkaufsräume steuern und kontrollieren.
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Auch in diesem Bereich könnte das System effizient eingesetzt werden. Angenommen, eine Fluggesellschaft möchte aus Kostengründen statt neuer Teile gebrauchte Komponenten für ihre Flugzeuge verwenden. In diesem Fall sind Informationen über den Produktions- und Wartungsverlauf der Komponenten wichtig – es soll schließlich sichergestellt sein, dass die Komponenten richtig gewartet wurden und keine Gefährdung für die Flugsicherheit darstellen?
Mithilfe von EPCIS und eines an der Komponente befestigten Transponders könnten diese Daten im System zuverlässig erfasst werden. Diese Funktion wird auch als „Komponenten-Suchmaschine" innerhalb einer „intelligenten Versorgungskette“ bezeichnet.
Ihre Vorteile
Diese Technologie könnte zudem zu der von Forschern und Visionären als „Internet der Dinge“ bezeichneten Entwicklung beitragen. Sie beschreibt eine Welt, in der Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Staubsauger und Teppiche mit Transpondern ausgestattet sind und miteinander kommunizieren. Vom Teppich geht ein Signal an den Staubsauger aus, dass Reinigungsbedarf besteht. Kühlschränke können Einkaufslisten mithilfe integrierter Transpondertechnologie automatisch vervollständigen …
Ein französisches Unternehmen realisiert derzeit eine personalisierte Version dieses Konzepts. Sie können mit einem eigenen „Internet“ Ihrer persönlichen Dinge Ihre DVD-Sammlung katalogisieren oder drahtlos andere Haushaltsartikel miteinander verbinden. Dieses „Mir:ror“ genannte System basiert auf RFID-Transpondern, die Sie an Ihren persönlichen Artikeln befestigen.
Die Daten können auf einem PC oder auf einem an ein Lesegerät angeschlossenen mobilen System erstellt und systematisch gespeichert werden.
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Das Potenzial

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