
Produktrecycling
Weniger Elektroabfälle und Fortschritte im Recyclingprozess dank RFID-Technologie
Europaweit steigt die Elektroabfallmenge jährlich um 3 - 5 % an und wächst damit dreimal so schnell wie die Menge sonstiger Abfälle. Schätzungen einer Umweltschutzorganisation zufolge wird sich die Menge an Elektroabfall in den Entwicklungsländern in den nächsten fünf Jahren verdreifachen.
Viele Experten hoffen daher, dass dank des Einsatzes von RFID-Technologie bald wesentlich weniger Computerbauteile, Mobiltelefone und sonstige Elektroartikel auf Abfalldeponien endgelagert werden. Die Elektronikbranche könnte die erste sein, die RFID zur Verbesserung der Recyclingquoten gebrauchter Komponenten einsetzt. Viele Elektronikartikel werden bereits jetzt aufgrund ihres hohen Anschaffungspreises mit Transpondern versehen.
Weniger Elektroabfall
Elektroartikel werden aus Komponenten mehrerer – manchmal sogar mehrerer Hundert – Lieferanten zusammengebaut. Wenn die einzelnen Komponenten von Desktop-Computern und DVD-Playern in naher Zukunft mit Transpondern versehen werden, können fehlerhafte Komponenten bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden. Transponder mit einer eindeutigen ID-Nummer, dem sogenannten elektronischen Produkt-Code (EPC), ermöglichen in Kombination mit Komponenten-Datenbanken die Rücksendung defekter Teile und die Weiterverwendung der einwandfreien Hardwarekomponenten. Hersteller von Komponenten mit Transpondern könnten zur Übernahme eines Teils der Recyclingkosten verpflichtet werden. Dies würde Unternehmen dazu veranlassen, Umweltgesichtspunkte verstärkt bei der Produktion zu berücksichtigen.
Schnelle Recyclingprozesse
Mit RFID können Recyclingprozesse optimiert und beschleunigt werden. So ermöglicht RFID eine schnellere Rückgabe von Pfandflaschen.
Transponder, die Aufschluss über den Materialwert des jeweiligen Artikels geben, würden die Sortierung des Abfalls erleichtern und gleichzeitig zu höheren Recyclingquoten führen. Anstelle der manuellen Sortierung würden die verschiedenen Recyclingmaterialien wie Grünglas, Weißglas und Kunststoff automatisch ihren Weg in die richtigen Behälter finden. Das sind gute Aussichten.
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