Zu Fuß unterwegs mit RFID

RFID als Navigationshilfe für Fußgänger in Asien

Es ist bekannt, dass RFID einen Beitrag zur zuverlässigen Auslieferung von Päckchen und Paketen an ihren Bestimmungsort leistet. Weniger bekannt ist, dass diese Technologie auch Personen als Navigationshilfe dienen kann – und das sogar an Orten, an denen ein GPS-System nicht weiterhilft, beispielsweise in Gebäuden oder Fußgängerunterführungen.

In Japan hat eine gemeinnützige Forschungsorganisation ein Informationsnetzwerk für die Besucher von Ginza, Tokios belebtestem Geschäftsviertel, getestet. Während der Testphase konnten die Besucher speziell ausgestattete Handys verwenden oder sich Geräte leihen, um detaillierte elektronische Informationen von Postern abzurufen, die über RFID-Transponder oder eine andere automatische Identifikationstechnologie verfügten. Die Poster waren über das gesamte Geschäftsviertel und in Fußgängerunterführungen verteilt.

Durch Lesen des RFID-Transponders erhielten die Fußgänger Wegbeschreibungen zu Haupttouristenattraktionen und historischen Sehenswürdigkeiten. Außerdem konnten sie Informationen über rollstuhlgängige Strecken abrufen oder abfragen, wo sich der nächstgelegene Notausgang einer Fußgängerunterführung befindet.

RFID für ältere Menschen

Anderswo in Asien wurde getestet, wie RFID älteren Menschen beim Überqueren belebter Kreuzungen helfen kann. Die Land Transport Authority von Singapur stellte RFID-Lesegeräte an einer Kreuzung auf und händigte 30 in der Nähe lebenden Personen im Alter von mindestens 65 Jahren spezielle RFID-Transponder aus, die sie unterwegs mit sich tragen sollten. Benötigte ein Fußgänger mehr Zeit zum Überqueren einer Kreuzung, konnte er seinen RFID-Transponder an das Lesegerät halten. Die Ampel wurde dann zurückgesetzt und ließ dem Fußgänger mehr Zeit für die Überquerung.