
Höhere Sicherheit für unsere Lebensmittel
Schutz von Mensch und Tier
In den letzten Jahren wurden die Viehbestände Nordamerikas und Europas in alarmierendem Maße von Krankheiten heimgesucht, darunter dem Rinderwahnsinn BSE. In Asien hat die Ausbreitung der Vogelgrippe das Vertrauen von Millionen Verbrauchern erschüttert. Bei jedem Ausbruch einer ansteckenden Krankheit in einer Schar oder Herde suchen Landwirte und Gesundheitsbeamten noch Möglichkeiten, das Problem zu isolieren und die Auswirkungen auf Verbraucher zu minimieren.
Rückverfolgung von Vieh zum Wohl der öffentlichen Gesundheit
RFID trägt dazu bei, die öffentliche Gesundheit sicherzustellen, landwirtschaftliche Betriebe zu schützen und milliardenschwere Verluste zu verhindern/zu verringern, die durch krankes Vieh entstehen können. In Kanada und anderen Ländern sind Programme zur Rinderidentifizierung in Kraft, die festlegen, dass Rinder RFID-fähige Ohrtransponder tragen müssen, sodass ein Tier zu seiner Herkunftsherde zurückverfolgt werden kann. Auf dem Weg der Rinder durch einen Stand zu einem Verarbeitungsbetrieb erfasst ein Lesegerät die eindeutige Identifikationsnummer im Ohrtransponder des Tiers. Der Lesevorgang ist auch dann erfolgreich, wenn ein Transponder mit Dreck oder Mist verklebt ist, da RFID-Transponder ohne direkte Sichtlinie gelesen werden können.
Der Transponder des Rinds wird auch an anderen Schlüsselpunkten gelesen, und die Informationen werden in einer Datenbank gespeichert. Wenn eine Charge verdorbenes Fleisch gefunden wird, kann mithilfe der per RFID erfassten Informationen herausgefunden werden, welche Rinder ähnlichen Bedingungen ausgesetzt waren. Im Fall eines kranken Tiers kann RFID bei der Identifizierung des Tiers helfen, um es schnellstmöglich aus der Herde auszusondern.
Garantiert frische Eier
In Spanien werden mit einem ähnlichen RFID-System Eier nachverfolgt, die roh verkauft werden. Die Produzenten bringen RFID-Transponder an den Eierpaletten an, sodass sie im Fall eines Problems mit diesem höchst verderblichen Lebensmittel herausfinden können, wo die Eier gelegt wurden. Die Transponder an den Paletten werden an verschiedenen Punkten auf ihrem Weg vom Erzeuger zum Verarbeitungsbetrieb gelesen. So kann ein einzelnes Ei zu seinem Herkunftsort zurückverfolgt werden, um zu überprüfen, ob das Geflügel ordnungsgemäß versorgt und unter hygienischen Bedingungen gehalten wird.
Babynahrung und Kaffee aus kontrolliertem Anbau
Außer bei Vieh hat sich RFID auch bei der Rückverfolgung der Herkunft anderer Produkte bewährt, beispielsweise Babynahrung und Fair-Trade-Kaffee. Anfang 2007 warnten die Behörden Verbraucher vor dem Kauf bestimmter Gläschen mit Babynahrung eines bestimmten Herstellers, da diese möglicherweise gefährliche Bakterien enthielten. Hätte der Hersteller die Produktion seiner Babynahrung – vom Zeitpunkt des Einkaufs der Zutaten bis hin zum Versand der Nahrung – mithilfe von RFID verwaltet, hätte das Problem möglicherweise frühzeitig erkannt und die Auslieferung der verseuchten Nahrung an die Geschäfte verhindert werden können.
Weitere Beispiele: Mit zunehmender Globalisierung entscheiden sich viele Verbraucher für den Kauf von Fair-Trade-Produkten. Die Hersteller dieser Art von Lebensmitteln versichern ihren Kunden, dass die Landwirte, die den Boden bestellen und die Ernte einbringen, einen fairen Anteil des Gewinns erhalten. In Kolumbien setzt eine Gruppe dieser Hersteller RFID mit elektronischen Produkt-Codes (EPC) ein, um den Lieferanten zu beweisen, dass ihr Kaffee von kleinen, zugelassenen Erzeugern stammt.
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Forschung und Entwicklung im Bereich der RFID-Technologie in Europa mehr ...
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