In gefährlichen Umgebungen
RFID verhindert Verletzungen auf Baustellen, in Bergwerken und Chemiewerken
Roland Timmelmann arbeitet am Bau eines neuen Wolkenkratzers in Dubai mit. Den morgendlichen Gang zur Stechuhr wie in alten Zeit muss er jedoch nicht mehr antreten. Rolands Stechkarte wird per Funkwellen gestempelt – dank RFID. In seiner Brieftasche hat Roland einen RFID-fähigen Ausweis, den er an einem Zutrittskontrollpunkt an ein Lesegerät hält. Ein Lämpchen leuchtet grün auf, und Roland betritt den gesicherten Baustellenbereich.
Arbeiten mit Sicherheitsausrüstung
Nun ist es Zeit, sich für die Arbeit fertig zu machen. Roland zieht ein Sicherheitsgeschirr an, das ihn auffängt, falls er mehrere hundert Meter über dem Boden den Halt verlieren sollte. Die geltenden Bestimmungen erfordern, dass ein Großteil der Sicherheitsausrüstung regelmäßig überprüft wird. An Rolands Geschirr befindet sich ein RFID-Transponder, mit dessen Hilfe die Vorgesetzten die Sicherheitsüberprüfungen verfolgen und sicherstellen können, dass das Geschirr in einwandfreiem Zustand ist. Ein Schichtleiter hält das Geschirr an ein Lesegerät, das Informationen von dem in den Gurt eingenähten Transponder abruft. Die Identifikationsnummer des Geschirrs ist mit wichtigen Sicherheitsinformationen in einer Datenbank verknüpft, z. B. mit Überprüfungsstatus und Geschirrgröße.
Ebenso wie seine Kollegen in Tunneln und Bergwerken trägt Roland einen Helm, der mit einem RFID-Transponder versehen ist. Die Bauleiter können so seine genaue Position feststellen, falls ein Unfall passiert oder Gefahr droht. Arbeiter begrüßen diese elektronischen Systeme, da sie ihnen zusätzliche Sicherheit bieten. Zudem bedeuten RFID-Stechuhren und -Überprüfungssysteme sehr viel weniger Schreibkram!
RFID im Dienst besserer Arbeitsbedingungen
RFID ist in einer Vielzahl verschiedener Branchen eine wichtige Sicherheitstechnologie für die Angestellten und Arbeiter, z. B. auch in der chemischen Industrie. In einem Unternehmen wird die Technologie zur Verfolgung gefährlicher Chemikalien während des Schienentransports eingesetzt. Die Waggons werden mit RFID-Transpondern versehen, sodass das Unternehmen ganz genau weiß, wann die Transporte an Schlüsselorten ankommen und von diesen abfahren. Andere Unternehmen setzen RFID zum Schutz von Mitarbeitern ein, die Zutritt zu Bereichen haben, in denen sie einer schädlichen Strahlung ausgesetzt werden könnten. Mit RFID können die Vorgesetzten berechnen, wie lange ein Mitarbeiter sich bereits in einem bestimmten Bereich aufhält, und ihn zurückrufen, wenn die Gefahr einer Überstrahlung besteht.
Chemikalien reisen in Lkws, Schiffen und Flugzeugen um die Welt. Sie werden in Fässern oder Zylindern transportiert, und die Unternehmen stehen vor der schwierigen Aufgabe, Tausende dieser Behälter zu verfolgen. Mithilfe von RFID können die Logistik sowie der Lieferkettenprozess effizienter kontrolliert und sichergestellt werden, dass gefährliche Chemikalien nicht in die falschen Hände gelangen oder auslaufen. Falls doch ein Unfall passiert oder Fässer verloren gehen, können Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte mithilfe des RFID-Systems schnell alarmiert werden.
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